Montag, 7. Dezember 2009

Liebes Arbeitsamt

Liebes Arbeitsamt,
danke dass du mich wieder lehrst ordentlich früh aufzustehen und
mich mit äußerst sinnvollen Tätigkeiten zu beschäftigen. Danke dafür, dass ich morgens früh um halb 6 aufstehen darf (ich hätte sonst wirklich verlernt wie das geht.) und mich an der Erstellung einer Schülerzeitung beteiligen darf, Bilder mit Buntstiften ausmalen darf und lerne, wie man mit einer Papierschere lustige kleine Weihnachtsdekorationen ausschneidet.

Ja! ich fühl mich jetzt schon richtig aktiviert! Ich hatte ja schon ganz vergessen, wie das ist, zur
Schule zu gehen, dort auf Leidensgenossen oder Klassenkameraden zu treffen und endlich wieder Lehrer oder Dozenten vor mir zu haben, die weniger wissen, als man selber und von denen man wirklich sinnvolle Aufgaben bekommt, ohne die ich echt nicht wüsste, was ich den ganzen Tag mit meiner wertvollen Zeit anfangen soll.

In der Tat, ich wollte doch immer schon mal wieder zur Schule gehen und die erste Klasse musste ich auch ganz dringend wiederholen.

Ich bin mir sicher, dass ich mit den vielen neuen Fähigkeiten die ich mir hier aneigne, bald bei der nächsten FAZ Ausgabe als Redakteur tätig sein werde oder heh vielleicht werde ich ja noch von einem lokalen Weihnachtsdekorateur angeheuert und darf dann endlich bunte Sterne nicht nur mit Buntstiften sondern auch endlich mal mit Filzstiften ausmalen.Die verkaufen wir dann zusammen mit ein paar Arbeistplätzchen. Das aber nur als Vorschlag.

Nachtrag: Hey in Berlin Charlottenburg wird noch ein Aktivcenter gesucht. Wer gründet mit mir ein Aktivcenter? Buntstifte hätte ich auch dabei. Spielsachen muss aber jeder selber mitbringen.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Yalm ist tot! Es lebe das Freie Magazin




Einige werden es wohl schon bemerkt haben, dass das Yalm Magazin offiziell nicht mehr existiert. Es wurde mit dem unter der FDL publizierenden Freien Magazin zusammengeführt.

Offiziell heißt es auf http://www.freiesmagazin.de:
"
Yalm war ein freies Linux-Magazin im PDF-Format, welches sich vor allem an (Ubuntu-)Einsteiger richtete. Nachdem im Oktober 2007 die erste Ausgabe - damals noch in einem Blog, im Hochformat und in Blau - erschien, wurde das Magazin mit jeder Ausgabe ein kleines bisschen besser und professioneller: Wir lösten uns von unfreien Diensten, programmierten ein Redaktionssystem, sorgten für Barrierefreiheit durch Mobil- und HTML-Ausgaben und die einzelnen Ausgaben erreichten oft 15.000 Downloads.

Soweit der kurze Rückblick. Doch nun führt www.yalmagazine.org auf diese Seite, eine Unterseite eines anderen Magazins: freiesMagazin. »Warum?« fragen sich an dieser Stelle sicher einige. Dem treuem Leser wird sicher aufgefallen sein, dass die Ausgaben immer dünner wurden. Mehr und mehr Leuten schien die Motivation zu fehlen, neue Artikel ließen auf sich warten. Mitarbeiter, die Yalm verließen, konnten nicht mehr ersetzt werden. Gegenmaßnahmen hatten - wenn überhaupt - leider nur recht kurzfristigen Erfolg, auch wenn wir von unseren Lesern zum Weitermachen ermuntert wurden.

Von vielen Lesern dazu angeregt, hatten wir natürlich auch intern immer wieder darüber nachgedacht, mit freiesMagazin zusammenzugehen. Auch wenn es für diese Idee einzelne Befürworter gab, hatten wir sie immer wieder verworfen, um weiter an unserem Projekt Yalm zu arbeiten, das uns inzwischen so ans Herz gewachsen war. Die Probleme, vor denen wir aber ständig standen - fehlende Mitarbeiter, schleppende Verarbeitung der Artikel, wenige Autoren - begleiteten uns weiter.

Besonders deutlich wurde das mit den letzten Ausgaben, die teilweise nur durch glückliche Zufälle und hohen Einsatz einzelner Mitarbeiter erscheinen konnten. Ein plötzlicher Datenverlust, der die gesamte Arbeit für die kommende (November-)Ausgabe zerstört hat, war damit nur noch der letzte Strohalm, der uns das Genick brach.

Jetzt stand die Entscheidung endgültig fest: Eine neue Ausgabe von Yalm wird es nicht geben. Die Autoren von Yalm werden, sofern sie dies wünschen, in Zukunft für freiesMagazin schreiben.

Wir danken allen Yalm-Lesern für das Lesen, für Lob, Kritk und Anregungen. Wir danken allen unseren Autoren und Mitarbeitern, die mit viel Einsatz das Magazin gestalteten und gemeinsam um seine Verbesserung gerungen haben.

Yalm ist Geschichte. Aber Yalm ist nicht tot - Yalm lebt weiter: in der Zeitschrift freiesMagazin."


Als ehemaliger Autor würde ich dazu auch mal was sagen wollen. Dass immer mehr Autoren nicht mehr für Yalm tätig sein wollten, hatte mit der "PC-Welt-Affäre" zu tun die nicht totgeschwiegen werden darf.
Ein namenhaftes Deutsches Computer-Käse-Blatt PC Welt hat einfach zahlreiche Beiträge aus dem Yalm übernommen und so eine ganze Zeitung für wenig Produktions- und Autorenkosten zusammengeschnipselt. Dabei wurde in mehreren Punkten massiv gegen die Creative Commons License verstoßen.

Die Chefredakteure, deren Aufgabe es gewesen wäre, hiergegen rechtliche oder zumindest mahnende Schritte gegenüber PC Welt einzuleiten nahmen dies ohne Weiteres hin und mehrere Autoren haben sich ausgenutz und betrogen gefühlt, was vermehrt dazu führte das Autoren einfach nicht mehr geschrieben haben. Es ist deutlich zu sehen, dass die Anzahl der Seiten des Yalm nach diesem Vorfall stetig zurückgeht. Viele haben auch schon vorher zum Freien Magazin gewechselt. Die Autoren haben vermehrt über IRC und andere Kanäle darauf hingewiesen, dass Sie mit der Vorgehensweise von PC Welt nicht einverstanden waren und drängten auf eine neue Lizenz. Die beiden Hauptverantwortlichen wollten davon nichts hören und nun lernen sie das man so ein Online Magazin nicht führen kann.

Freitag, 20. November 2009

Sklavenarbeit 4.0


Nachdem wir Zwangsarbeit abgeschafft haben, haben wir es nun endlich mal wieder geschafft sie nach mehr als 50 Jahren wieder einzuführen.

Das ganze Konzept nennt sich dann Maßnahme zur Wiedereingliederung in das Berufsleben und wird vom Jobcenter forciert und von der Tüv Rheinland Akademie durchgeführt. (Und wer schon einmal mit denen zu tun hat, weiß dass man da überall hingeschickt werden kann. Und wenn man nicht spurt, wird man soweit wegsanktioniert, dass man auch noch das letzte Grundrecht was man noch hat verliert.) Man darf dort mit Steinzeitlichen Uraltmethoden Zeitungen erstellen, die keine Sau interessieren dürften und bekommt dafür den niedrigsten Lohn seit Aufhebung der Arbeitslager. 0 Euro und 0 Cent. Essen ist natürlich auch nicht kostenlos. Das darf man dann dort käuflich erwerben.

Modernes Gefängnis einmal anders. Denn das beste ist, ich verplemper hier wertvolle Zeit meines Lebens die mir keiner mehr zurückgeben kann und die ich auch wirklich sinnvoller zu nutzen weiß. Dafür danke an das Jobcenter.

Donnerstag, 19. November 2009

Schnellzugriff auf häufig genutzte lokale Dokumentationen


Nur ein naja kleiner "Hack", der vielleicht noch nicht so bekannt ist. Das Programm susehelp ermöglicht es alle-, Ja alle Dokumentationen die man als tar.gz gezipptes html Packet heruntergeladen hat und ein index.hml haben als lokale Dokumentation hinzuzufügen.

Dazu öffnet man einfach seinen Menueditor zum Beispiel in Gnome und fügt angenommen man will einen Schnellzugriff für das Advanced Bash Scripting Guide erstellen folgendes ein:

Name: Advanced Bash Scripting guide
Befehl: susehelp PFAD_ZUM_BASIS_HTML_VERZEICHNIS/index.html
Kommantar: Dein Kommantar



Dienstag, 3. November 2009

Opensuse 11.2rc2 Gnome 2.28 2. Testbericht



Das warten hat nun fast ein Ende. Nur noch wenige Tage und die langersehnte Version 11.2 meiner Lieblingsdistribution opensuse 11.2 steht auf den Ftp-Servern dieser Welt zum Download bereit.

Grund genug für mich noch einmal die Besondheiten und Bugs der Vorabversion auszutesten.

Getestet habe ich opensuse 11.2rc2 mit Virtualbox 3.0.10 mit 256 MB RAM und 64 MB Videospeicher in einer Single-Core-Emulation auf einem opensuse 11.0 Gastsystem mit AMD 4450e und 2GB Hauptspeicher.

Bugs: Es gibt wieder die üblichen bekannten Fehler, die man auch hier nachlesen kann. Neben diesen Fehlern habe ich noch anzumerken, dass das Gnome-Main-Menu nach dem Einloggen erst einmal abstürzt.

Goods:
Opensuse ließ sich in der VM innerhalb einer viertel Stunde installieren. Insgesamt konnte ich selbst in der Virtuellen Maschine recht flüssig mit dem fertig installierten System arbeiten, was wohl auf eine bessere Performance seistens Gnome und Virtualbox zurückzuführen ist.

Die Verzeichnisstruktur unter $HOME besitzt nun neben Desktop und Documents auch Verzeichnisse für Musik, Filme und Bilder. Sehr vorbildlich. Nun brauche ich mir die nichtmehr selber zurechtbasteln.

Gnome-do ist nach der Installation inklusive aller Plugins vorhanden. Was sonst noch alles Neu ist bei Gnome 2.28 will ich im Detail hier nicht weiter erläutern, besonders positiv fielen aber der Nautilus Filemanager mit seiner verbesserten Übersichtlichkeit und Usability auf.

Über das verbesserte Design hatte ich ja bereits im letzten Test gesprochen. Es macht einen einheitlichen und gut durchdachten Eindruck.Es scheint dass man nun endlich versucht nicht mehr wie Windows aussehen zu wollen.

Yast2 würde ein wenig aufgehübscht und um zwei sinnvolle Module ergänzt. Zum einen das Webpin Modul, was es ermöglicht den Opensuse Buildservice zu durchsuchen und Packete und entsprechende Repos hinzuzufügen. Zum anderen das Package Creation Center,- ein Tool, was ich mir schon immer gewünscht habe,- mit dem es möglich wird einen installierbares Backup aller Packete und Veränderungen zu erstellen. Auch das Gtk Software Management und der Zypper wurder verbessert. Zumindest kann man behauten dass Zypper sich immer mehr dem apt-get Tool von Debain in Funktionsweise und Komfort annähert.

Not So Goods:
Leider wird immer noch der viel zu sperrige Banshee Player,statt des amarok-ähnlichem Exaile Players verwendet. Schade.

Bads:
Leider kein Gnome-Zeitgeist oder Gnome-Shell mit an Board. Ich hoffe darauf, dass sich jemand im Buildservice dazu erbarmt das mal zu bauen. Vielleicht mache ich es auch selber ;)

Schön hätte ich neben dem im letzten Bericht erwähnten LVM2-Vollverschlüsselung auch einen Safe unter $HOME gefunden wie er bei Ubuntu üblich ist, in dem man seine sensiblen Daten verschlüsseln kann.